Drei Gewinner des Symposiums kommen im August auf den Hl. Berg.

Symposium Kunst und Bier 2021

Andechs (mG), 23. Juli 2021
Im Rahmen des Symposiums Kunst und Bier vom 17. bis 24. August werden Gabi Blum aus München, Stefanie von Quast aus Egling-Neufahrn und Ryszard Litwiniuk aus Warschau ihre Entwürfe im Skulpturenpark unterhalb des Bräustüberls realisieren. Täglich von 10 bis 17 Uhr können Besucherinnen und Besucher des Heiligen Berges den Künstlerinnen und dem Künstler bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Die Attraktivität des Symposiums ist auch nach fast 20 Jahren ungebrochen. Bewerbungen erreichen die Jury sogar aus Übersee.

Die Mitglieder der Jury - Pater Anno Bönsch, der Andechser Bürgermeister Georg Scheitz, Martin Glaab, Pressesprecher des Klosters, und Hubert Huber, Leiter des Symposiums - hatten bei ihrer Sitzung im Februar unter über 20 Bewerbungen von Künstlerinnen und Künstlern zu wählen.

Pater Anno Bönsch ist schon mehrfach für das Kloster Mitglied der Jury gewesen: „Es ist schön und spannend zu erleben, mit welcher Kreativität und Spontanität Künstlerinnen und Künstler mit dem Thema „Bier“ umgehen. Natürlich prägt auch das Erlebnis der Pandemie die Entwürfe. Das ist auch gut und wichtig, denn Kunst will Erlebtem ja Ausdruck in vielfacher Hinsicht geben. Auch wenn einiges den Rahmen eines solchen Symposiums sprengt, zum Beispiel aus dem Bereich der Aktionskunst, spüre ich, wie intensiv sich die Bewerber mit dem gestellten Thema beschäftigen.“

Hubert Huber: „Jedes Jahr neu erlebe ich, wie Andechs als Ort Künstlerinnen und Künstler auf einzigartige Weise inspiriert. Das zeigen viele Entwürfe, die ohne Ausnahme eine ganz eigene Sprache sprechen und von hoher künstlerischer Qualität sind. Sie bieten eine neue und frische Perspektive auf „Kunst und Bier“ am Heiligen Berg.“

Gabi Blum und das „Cornern“ 
Gabi Blum lebt heute in München. 2008 bis 2014 studierte Bildhauerei bei Prof. Stephan Huber in München schloss mit Diplom ab. 2017 bis 2019 arbeitete sie als Kuratorin der Akademiegalerie an der Akademie der Bildenden Künste in München. Seit 2018 ist sie als Mitbegründerin und Organisatorin von K&K – Bündnis Kunst und Kind aktiv. Für Ihre Arbeiten hat Gabi Blum immer wieder Auszeichnungen, Preise und Förderungen erhalten, darunter: das Gile Haindl-Steiner-Stipendium (2021/22),  Residency Popps Packing Detroit (2017), USA Stipendium des Bayerischen Staatsministerium (2017), Projektförderung Erwin und Gisela von Steiner-Stiftung (2016), den Bayerischer Kunstförderpreis Bildende Kunst (2015). Sie war Teilnehmerin im Atelierprogramm des Freistaats Bayern und der Landeshauptstadt München 
Gabi Blum nimmt aktuell Bezug auf die Corona-Pandemie. 2020 habe das sogenannte „Cornern“ eine neue Bedeutung bekommen. Sie schreibt: „Gaststätten sind geschlossen, sich zu treffen ist nicht wirklich erlaubt (…). Man trifft sich also (…) nur auf ein schnelles Bier an einer möglichst unauffälligen Ecke, trinkt das Bier im Stehen aus und geht schnell wieder nach Hause. Ausgehend von Arbeiten und Inspirationen aus dem letzten Jahr, möchte ich ein Monument als Huldigung an diese Zeit und dieses Bild der öffentlichen Ecke mit Stromkasten aufbauen. Das Grundgerüst aus Paletten, Dachlatten, Holzplatten und Leinwand wird fest miteinander verschraubt, der Boden evtl. auch mit Original Münchner Gehwegplatten ausgelegt, die Oberflächen partiell mit Lack versiegelt und Objekte mit Gips oder Zement ausgegossen und verbunden. Final wird das Monument von mir selbst mit Graffiti besprüht.“

Stefanie von Quast und das „Biermadl“
Von Kindesbeinen an hat Stefanie von Quast (geb. 1964 in München) gemalt und modelliert. Es folgten Studien in Malerei und Zeichnung, ein Diplom in Grafik-Design und später eine Ausbildung in Bildhauerei. Jetzt nutzt sie die unterschiedlichen Techniken und Materialien als Herausforderung für den Wechsel zwischen der zweiten und dritten Dimension, zwischen Bild und Skulptur. Ob Leinwand, Steine, Bronze oder Hölzer, bei all den verschiedenen Herangehensweisen bleibt ein Thema immer gleich und am wichtigsten: der Mensch. Seit 1994 ist sie als freie Malerin und Bildhauerin im eigenen Atelier tätig, hat mehrmals an der Internationalen Sommerakademie Salzburg teilgenommen und leitet seit 2013 Leitung das Kunstzelt auf dem Schwabinger Weihnachtsmarkt. An vielen internationalen Bildhauer-Symposien hat sie im Laufe der Jahre teilgenommen, bis hin nach Australien. Ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet: 2010 erhielt sie den Preis der Truderinger Kunsttage München, 2013 des Skulpturenparks Günzburg. 
Das „Biermadl", eine junge Frau im Dirndl mit Bierkrug in der Hand, auf einem Fass sitzend, arbeitet Stefanie von Quast im Rahmen des Symposiums aus einem rund 160 cm hohen Eichenstamm mit ca. 60 cm Durchmesser. Im Anschluss wird die Skulptur teilweise bemalt.

Ryszard Litwiniuk und seine Skulptur „Samen“
Der in Polen geborener Künstler Ryszard Litwiniuk lebt und arbeitet zu Zeit in Kanada. Seit seinem Studium an der Akademie der bildenden Künste in Danzig hat er an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen weltweit teilgenommen und wird immer wieder zu renommierten Naturkunst- Symposien eingeladen. Skulpturen von Ryszard Litwiniuk befinden sich in Sammlungen in ganz Europa, Kanada, Argentinien, Korea und Indien. Zu seinen Auszeichnungen zählen unter anderem das Stipendium der Pollock-Krasner-Stiftung in New York, das Vermont Studio Center Fellowship, der Sonderpreis des Fondo Nacional de las Artes in Buenos Aires, Argentinien.
Mit seiner Skulptur „Samen“ (Eiche ca. 70 x 380 x 40 cm) realisiert er eine einzigartige Methode, um geometrische Elemente in organische abstrakte Objekte umzuwandeln, die Volumen verleihen und den molekularen Inhalt und die architektonische Struktur, die in den natürlichen Rohstoffen verborgen sind, freizulegen. Diese geometrischen Formen entstehen aus denselben mathematischen Gleichungen und werden Teil des unendlichen Schöpfungsprozesses. Über seine Arbeit schreibt Ryszard Litwiniuk: „Die Natur vermehrt sich ständig und stellt biologische Formen wieder her (…). Aus denselben molekularen Ursprüngen entstehen Tausende von Arten voller Lebensenergie und unendlicher Individualität.“

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SYMPOSIUM KUNST UND BIER

Das Symposium für Künstlerinnen und Künstler findet seit 2002 jährlich statt. Eingeladen werden Künstler, die sich am öffentlichen Wettbewerb beteiligen und von der Jury ausgewählt werden. Die Gewinner werden nach Andechs eingeladen und fertigen auf der Wiese unterhalb des Klosters ihre Kunstwerke. Die entstandenen Kunstwerke sind Eigentum der Künstler. Diese stellen die Kunstwerke für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren für die Ausstellung im Kloster- und Gemeindegebiet zur Verfügung.
Am 19. August arbeiten die Künstlerinnen und der Künstler zusammen mit Kindern im Alter zwischen 7 und 11 Jahren im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde Andechs. Die Besucherinnen und Besucher können vom 17. bis 24. August den Künstlern bei ihrer Arbeit – mit dem notwendigen Mindestabstand – „über die Schultern schauen“ und so die Entstehung der Kunstwerke verfolgen.

Fotos zum Download auch hier auf unserer Homepage.

Für Rückfragen und weitere Informationen steht auch der Leiter des Symposiums "Kunst und Bier", Hubert Huber, unter folgenden Kontaktdaten selbstverständlich gerne zur Verfügung:

Symposium Kunst und Bier
Organisation
Hubert Huber
Tel.: 0179 – 50 45 39 6
Mail: info@huberthuber.de
URL: 
www.kunstundbier.de

Mit freundlichen Grüßen aus Andechs

KLOSTER ANDECHS

Martin Glaab
Öffentlichkeitsarbeit
Bergstraße 2
82346 Andechs
Telefon: +49 - (0)8152 - 376-290
Handy:  +49 - (0)173 - 356 92 96
E-mail:   
pr@andechs.de 
Internet: www.andechs.de

 


Symposium Kunst und Bier 2021: Teilnehmer ausgewählt

Die Teilnehmer am Symposium „Kunst und Bier 2021“ stehen fest. Anfang Februar hat sich die Jury im Kloster Andechs getroffen, um aus den über zwanzig Bewerbungen drei Teilnehmerinnen oder Teilnehmer auszuwählen.

Die Mitglieder der Jury - Pater Anno Bönsch (2. v. l.), der Andechser Bürgermeister Georg Scheitz (ganz links), Martin Glaab, Pressesprecher des Klosters (2.v.r.), und Hubert Huber, Leiter des Symposiums (ganz rechts) - hatten bei ihrer Sitzung im Februar unter über 20 Bewerbungen von Künstlerinnen und Künstlern, sowie Künstlergruppen zu wählen.

Vom 17. bis 24. August 2021 werden Gabi Blum aus München, Stefanie von Quast aus Egling-Neufahrn und Ryszard Litwiniuk aus Warschau ihre Entwürfe auf der Skulpturenwiese unterhalb des Bräustüberls realisieren.

Täglich von 10 bis 17 Uhr können dann die Besucher des Heiligen Berges den Künstlern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Die Attraktivität des Symposiums ist auch nach fast 20 Jahren trotz Corona-Pandemie ungebrochen. Davon zeugen Bewerbungen, die die Jury bis aus Übersee erreichten.

Gabi Blum und das "Cornern"

Gabi Blum lebt heute in München. 2008 bis 2014 studierte Bildhauerei bei Prof. Stephan Huber in München schloss mit Diplom ab. 2017 bis 2019 arbeitete sie als Kuratorin der Akademiegalerie an der Akademie der Bildenden Künste in München. Seit 2018 ist sie als Mitbegründerin und Organisatorin von K&K – Bündnis Kunst und Kind aktiv. Für Ihre Arbeiten hat Gabi Blum immer wieder Auszeichnungen, Preise und Förderungen erhalten, darunter: das Gile Haindl-Steiner-Stipendium (2021/22),  Residency Popps Packing Detroit (2017), USA Stipendium des Bayerischen Staatsministerium (2017), Projektförderung Erwin und Gisela von Steiner-Stiftung (2016), den Bayerischer Kunstförderpreis Bildende Kunst (2015). Sie war Teilnehmerin im Atelierprogramm des Freistaats Bayern und der Landeshauptstadt München

Gabi Blum nimmt aktuell Bezug auf die Corona-Pandemie. 2020 habe das sogenannte „Cornern“ eine neue Bedeutung bekommen. Sie schreibt: „Gaststätten sind geschlossen, sich zu treffen ist nicht wirklich erlaubt (…). Man trifft sich also (…) nur auf ein schnelles Bier an einer möglichst unauffälligen Ecke, trinkt das Bier im Stehen aus und geht schnell wieder nach Hause. Ausgehend von Arbeiten und Inspirationen aus dem letzten Jahr, möchte ich ein Monument als Huldigung an diese Zeit und dieses Bild der öffentlichen Ecke mit Stromkasten aufbauen. Das Grundgerüst aus Paletten, Dachlatten, Holzplatten und Leinwand wird fest miteinander verschraubt, der Boden evtl. auch mit Original Münchner Gehwegplatten ausgelegt, die Oberflächen partiell mit Lack versiegelt und Objekte mit Gips oder Zement ausgegossen und verbunden. Final wird das Monument von mir selbst mit Graffiti besprüht.“

Stefanie von Quast und das „Biermadl“

Von Kindesbeinen an hat Stefanie von Quast (geb. 1964 in München) gemalt und modelliert. Es folgten Studien in Malerei und Zeichnung, ein Diplom in Grafik-Design und später eine Ausbildung in Bildhauerei. Jetzt nutzt sie die unterschiedlichen Techniken und Materialien als Herausforderung für den Wechsel zwischen der zweiten und dritten Dimension, zwischen Bild und Skulptur. Ob Leinwand, Steine, Bronze oder Hölzer, bei all den verschiedenen Herangehensweisen bleibt ein Thema immer gleich und am wichtigsten: der Mensch. Seit 1994 ist sie als freie Malerin und Bildhauerin im eigenen Atelier tätig, hat mehrmals an der Internationalen Sommerakademie Salzburg teilgenommen und leitet seit 2013 Leitung das Kunstzelt auf dem Schwabinger Weihnachtsmarkt. An vielen internationalen Bildhauer-Symposien hat sie im Laufe der Jahre teilgenommen, bis hin nach Australien. Ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet: 2010 erhielt sie den Preis der Truderinger Kunsttage München, 2013 des Skulpturenparks Günzburg

Das „Biermadl", eine junge Frau im Dirndl mit Bierkrug in der Hand, auf einem Fass sitzend, arbeitet Stefanie von Quast im Rahmen des Symposiums aus einem rund 160 cm hohen Eichenstamm mit ca. 80 cm Durchmesser. Im Anschluss wird die Skulptur teilweise bemalt.

Ryszard Litwiniuk und seine Skulptur „Samen“

Der in Polen geborener Künstler Ryszard Litwiniuk lebt und arbeitet zu Zeit in Kanada. Seit seinem Studium an der Akademie der bildenden Künste in Danzig hat er an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen weltweit teilgenommen und wird immer wieder zu renommierten Naturkunst- Symposien eingeladen. Skulpturen von Ryszard Litwiniuk befinden sich in Sammlungen in ganz Europa, Kanada, Argentinien, Korea und Indien. Zu seinen Auszeichnungen zählen unter anderem das Stipendium der Pollock-Krasner-Stiftung in New York, das Vermont Studio Center Fellowship, der Sonderpreis des Fondo Nacional de las Artes in Buenos Aires, Argentinien.

Mit seiner Skulptur „Samen“ (Eiche ca. 70 x 380 x 40 cm) realisiert er eine einzigartige Methode, um geometrische Elemente in organische abstrakte Objekte umzuwandeln, die Volumen verleihen und den molekularen Inhalt und die architektonische Struktur, die in den natürlichen Rohstoffen verborgen sind, freizulegen. Diese geometrischen Formen entstehen aus denselben mathematischen Gleichungen und werden Teil des unendlichen Schöpfungsprozesses. Über seine Arbeit schreibt Ryszard Litwiniuk: „Die Natur vermehrt sich ständig und stellt biologische Formen wieder her (…). Aus denselben molekularen Ursprüngen entstehen Tausende von Arten voller Lebensenergie und unendlicher Individualität.“

 

Symposium „Kunst und Bier“ 
Den Wettbewerb für Künstlerinnen und Künstler gibt es seit 2002. Eingeladen werden Künstler, die sich am öffentlichen Wettbewerb beteiligen und von der Jury ausgewählt werden. Die Gewinner werden nach Andechs eingeladen und fertigen auf der Wiese unterhalb des Klosters ihre Kunstwerke. Die entstandenen Kunstwerke sind Eigentum der Künstler. Diese stellen die Kunstwerke für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren für die Ausstellung im Kloster- und Gemeindegebiet zur Verfügung.
Seit einigen Jahren veranstalten die Künstler an einem Tag ein Ferienprogramm mit Kindern im Alter zwischen 7 und 11 Jahren. Die Besucherinnen und Besucher können dann bis zum 24. August den Künstlern bei ihrer Arbeit über die Schultern schauen und die Entstehung der Kunstwerke verfolgen.